DIE FUNKTION DES MANTRA Wenn man seinen Garten erneuern- oder erneut anlegen will, muß man zu allererst das Unkraut beseitigen, dann die Erde umwälzen, um neue Sprößlinge zu pflanzen. Einige Zeit lang muß man diese regelmäßig giessen. Zuerst sind sie ein bißchen welk, bis sie endlich wachsen und die Natur ihre Entwicklung übernimmt. Das Mantra im Fogo sagrado ist vergleichbar mit dem Gießwasser für die Sprößlinge- der Lichtkörper- den man anstelle des Unkrauts (Energiekörper) neu gepflanzt hat. Wenn man die Sprößlinge nicht gießen würde, würde das Unkraut wahrscheinlich wiederkehren. Wenn wir den Computerjargon verwenden, entspricht das Mantra einem Paswort, welches man erhalten hat, um Zugang zur aktualisierten Version der Software zu erhalten, die auf dem Computer reinstalliert wurde, weil die alte Software ein Virus trug, und somit einen "Bug" hatte. Dieses Passwort gibt einem den Zugang zur upgedateten, neuen Software. In einer poetischeren Sprache könnte man sagen, daß das Mantra der Klingelknopf ist, mit dem man sich selbst in einer höheren Etage seiner Selbst ruft. Das Mantra ist der Name der quantischen Entität, der sogenannte Wächter- die Synthese der umgewandelten Energiekörper. Es ist einer selbst im Gleichgewicht und im Licht. Manchmal, wenn der Lichtkörper am Ende einer Sitzung erscheint, erscheint er als allgemeiner Wächter des Christusbewusstseins, und das Mantra ist dein eigener Name. Das Mantra neutralisiert jenes was passiert, wenn man eine energetische Reinigung hinter sich hat, aber selbst nicht die Quelle des Problems bearbeitet hat: Im ersten Moment lastet der Druck nicht mehr auf den Schultern, aber nach einer Weile haben die alten Verhaltensmuster die Tendenz, wiederzukehren. Es ist im Spiritismus für gewöhnlich zu sehen, daß Leute sehr belastet und besessen waren, daraufhin dann gereinigt und geheilt wurden, aber später mit der absolut gleichen Eindringlingsenergie und Interferenz zurückkehrten. Wenn der kanalisierende Therapeut im Fogo Sagrado Enregiekörper empfängt und ausdrückt, verlassen diese Inhalte wörtlich gesehen das Energiefeld des Klienten, aber in dessen Unterbewusstsein schwingen noch weiterhin die Erinnerungen an die alten Inhalte. Auf körperlicher Ebene werden die Erinnerungen an die alten Inhalte von neuronalen Netzen des Gehirns, die eine Komplexe Chemie von Neurotransmittern und Hormonen aufrecht erhält, noch erhalten Wenn der Lichtkörper den Klienten wieder erreicht, bracuht es eine Zeit der "Verankerung", bis die neuronalen Netze der alten Verhaltensmuster den neuen, im Gleichgewicht stehenden, erweiterten Inhalten, Überzeugungen und Verhaltensmustern Platz einräumen. Man stelle sich die eigene Wohnung vor, wie sie verdreckt, ungeordnet und vermüllt ist. Dann beauftragt man eine Reinigungsfirma, die alles reinigt, aufräumt, und später einem einen Besen und Reinigungsmittel in die Hand drückt, weil man die Wohnung selber erhalten sollte. Wenn man die Wohnung nicht konserviert und sauber hält, kommen Schmutz und Unordnung wieder zurück. Das Mantra ist der Besen und das Reinigungsmittel, welches man selbst verwendet, um die Wohnung sauber zu halten. Dieses Mantra ist nicht unbedingt in der Meditation zu verwenden (obwohl wir nichts dagegen einzuwenden haben), es ist auch nicht dazu bestimmt, ständig und mechanisch wiederholt zu werden. Das Mantra kann dann bedacht oder wiederholt werden, sobald man merkt, daß man wieder in die alten Überzeugungen und Muster verfällt, die in einer Sitzung oder in einem Heilkreis bearbeitet wurden, genau zum Ziele der Vereinigung des neuen, vom Lichtkörper gegebenen Registers mit dem Geist/Emotion/Ego- Komplex. Sobald das Mantra seine Funktion erfüllt hat, sei es, wenn das neue Muster verwurzelt ist, wenn schon ein neues neuronales Netz enstanden ist, welches die neuen erleuchteten Inhalte unterstützt, dann schwindet das Mantra auf natürliche Weise, wie ein Arzneimittel, welches abgesetzt wird, sobald man von einer Krankheit geheilt wurde. In der Hindu-Mythologie funktioniert es zum Beispiel wie im Fogo Sagrado: Die Götter sind die Wächter der universellen Qualitäten- Shiva ist die Gottheit der Wandlung und der Meditation; Krishna die Gottheit der Liebe; Rama die Gottheit des Dharma; Saraswati die Gottheit der Künste und der Weisheit; Lakshmi die Gottheit der materiellen und spirituellen Fülle, etc. Wenn wir nun mit dieses Qualitäten und Tugenden in Kontakt treten wollen, verbinden wir uns mit Hilfe eines Mantras mit den Gottheiten- mit Zuhilfenahme von Meditation oder Bhajans und Kirtans (Gruppenchöre). Normalerweise sind die hinduistischen Mantras die Eigennamen der Gottheiten, diese Matntras verbinden das Schwingungspotential des Klanges mit dem der Energie, also die universellen Qualitäten, welche die Gottheiten ausdrücken. Somit macht man einen direkten Link mit unseren eigenen Fähigkeiten und Talenten. Man stelle sich vor, daß zum Beispiel milliarden von Menschen seit Jahrtausenden in Indien das Mantra OM NAMAH SHIVAYA beabsichtigen, meditieren und anstimmen. Man stelle sich die egregorische Energie vor, die auf dem ganzen Planeten produziert und aufrecht erhalten wird. Dies trägt eine unglaubliche Macht der Verwandlung des Schattens in Licht, und ausserdem einen Meditationsfocus. Stellt euch diese egregorische Energie vor, wie sie mit der mächtigen inhabenden Intelligenz in Bezug auf das Mantra interagiert. Stellt euch vor, wie diese beiden Kräfte mit euch interagieren, ihr, die schon all diese Qualitäten besitzt, aber diese nicht verwendet, also wendet Gebete, Mantras und Meditationen an eure Götter, denn sie werden zu euch zurückkehren, vervielfacht durch die Intelligenz/Egregora, in einer perfekten Spirale des Wachstums. Die Macht und Stärke des Namen Gottes ist in praktisch jeder Religion anerkannt: Im Vater Unser sagt man: “... geheiligt sei Dein Name”. Die Proverbien und Psalme der Bibel sind gefüllt mit Passagen über den Namen Gottes Im Judentum spricht man nicht einmal den Namen Gottes aus, so heilig ist er. Es gibt andere Namen, ihn zu nennen. Im Islam ist der Name Allahs auch sehr stark und wichtig für die Religion. Im Hinduismus sagt man, daß in dieser aktuellen universellen Ära (Kali Yuga, die schwarze Ära, die Eisenära, jene in welcher die Meschheit den primitivsten Zustand erlebt) die Verbindung mit anderen Dimensionen und Tugenden so blockiert ist, daß "Gott sich in der Potenz seiner heiligen Namen zeigt", und dies wird in Indien weitgehend aktzeptiert, unabhängig von den verschiedenen philosophischen Schulen: Gott und sein Name sind Eins. Und seht, wie interessant dieser Zyklus ist: Die Weisen der Vergangenheit kanalisierten diese herrschenden Intelligenzen, ihre Funktionen und Formen des Kontaktes und der Interaktion mit jenen. Leute beteten diese Intelligenzen als anthropomorph gestaltete Mythen an, und "ernährten" sie im Egregorischen (Gruppenseelischen) Sinne mit Intentionen, Kulten, Mantren, Liedern, Gebeten und Meditationen. Durch die Interaktion mit diesen Intelligenzen, die Egregora ernährend, erfährt und verwirklicht der Mensch über die Resonanz, daß er selbst auch diese universellen Qualitäten besitzt. Somit ist Gottes Intelligenz die Selbe wie die Seinige- das selbe unendliche Bewusstsein. Atme dein Mantra, verkörpere seine Qualitäten. Die Mantren werden dir das zurückbringen, was du ohnehin schon bist.